Business Coaching - Was ist Business Coaching, für wen ist Business Coachin geeignet u.v.m.

Business Coaching – Definition, Ablauf u.v.m. – Alles was du dazu wissen musst

„Wer aufhört, besser zu werden, hat aufgehört, gut zu sein.“ Dieses Zitat von Philip Rosenthal (1916-2001, dt. Unternehmer und Politiker) bringt auf den Punkt, was Business Coaching für uns tun kann. Der Mehrwert davon ist allerdings multifaktoriell. Nicht nur wir selbst profitieren davon. Unsere Arbeit, unsere Karriere und unsere Persönlichkeit profitieren davon − und damit auch unsere Zukunft. So wie jede*r Spitzensportler*in ein ganzes Team an Betreuer*innen und eben Coaches zur Verfügung hat, so kann sich jede und jeder von uns mit ein wenig professioneller Hilfe zur Bestform entwickeln. Psychotherapie oder psychologische Beratung ist ein Business Coaching aber nicht.

Was genau Business Coaching ist, wie Business Coaching funktioniert, für wen es sinnvoll ist, wie du den oder die richtige*n Coach findest und vieles mehr erfährst Du in diesem Artikel.

Was ist Coaching?

Der Begriff „Coaching” hat in den letzten Jahren eine nahezu inflationäre Verwendung in unserem Sprachgebrauch erlangt. Es gibt kaum mehr einen Bereich des Lebens, der nicht optimiert und perfektioniert werden kann – mit Hilfe eines Coaches.

Der Begriff stammt u.a. aus dem Sport und meint hier eigentlich: Trainer. Coaching soll uns also zu Bestleistungen verhelfen. Die Ausgangssituation ist individuell verschieden, ebenso wie die Erfolgsbilanz. Der ursprüngliche englsiche Begriff „coach“ heißt wörtlich übersetzt „Kutsche“ – ein Gefährt also, dass uns von unserem Ausgangs- zu unserem Zielpunkt bringt. Der oder die Coach quasi als Reisebegleiter und Transportmittel.

Der Markt hat auf die starke Nachfrage im Hinblick auf Selbstoptimierung reagiert. Viele selbsternannte Coaches bieten Seminare, Workshops und Einzeltrainings an. Hier Qualität zu erkennen, ist auf den ersten Blick nicht einfach.

Was ist Business Coaching?

Business Coaching konzentriert sich – wie der Name schon sagt – auf alle Bereiche der Arbeitswelt. Konkret am Horizont auftauchende Schwierigkeiten mit Projekten, Kund*innen, Mitarbeiter*innen und Vorgesetzten können damit ebenso gemeint sein wie geplante Karriereschritte oder gar eine berufliche Um- oder Neuorientierung.

Der Begriff „Coaching“ lässt aber auch bereits vorab erahnen, dass es nicht nur bei der grauen Theorie bleiben wird. Den Klient*innen wird dabei auch einiges an pro-aktivem Handeln abverlangt. Auch wenn hier – im Gegensatz zum Spitzensport − Blut, Schweiß und Tränen (okay, die hin und wieder schon) nicht zu befürchten sind: Es wird Kraft kosten, auf deine Ziele und deine persönliche Entwicklung hinzuarbeiten.

Business Coaching versus Supervision, Mediation, Beratung, Training und Mentoring – Wo liegen die Unterschiede?

Das Angebot an Hilfe von außen für Alltagssituationen im Beruf oder Privatleben, die sich als verzwickt erweisen, hat in den letzten Jahren dankenswerterweise stark zugenommen. Die Angebote überschneiden sich untereinander gelegentlich. Viele Begriffe werden umgangssprachlich auch sehr frei verwendet. Welche Form von Beratung für welchen Anlass die richtige ist, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab. Hier ein kurzer Überblick, worin sich die Angebote unterscheiden:

Business Coaching

Business Coaching findet grundsätzlich einzeln statt. Im Bedarfsfall kann eine betroffene dritte Person hinzugezogen werden, wenn dies der Sache dienlich ist. Der Fokus liegt hier vorrangig auf beruflichen Herausforderungen, der Unternehmensentwicklung und möglichen oder geplanten nächsten Schritten auf der Karriereleiter. Da wir aber nunmal der Mensch sind, der wir sind, spielt unsere Persönlichkeit, unsere Muster, Prägungen und Glaubenssätze eine entscheidende Rolle. Wir agieren als wir selbst und können uns nicht in eine private und in berufliche Person aufspalten, insofern ist es in erster Linie ein persönliches Coaching, dass sich auf unternehmerische und berufliche Themen und Ziele fokussiert.

Die oder der Business Coach hilft im Grunde genommen, das eigene, bereits vorhandene Potenzial aufzuzeigen und Hilfestellung zur bestmöglichen Nutzung zu geben. Ein konkretes Problem zu lösen ist nicht seine Aufgabe. Ebenso wenig fallen Streitschlichtung und Konfliktmanagement in sein Metier. Hier kommen die verwandten Disziplinen Mediation und Supervision zum Zug.

Supervision

Supervision kann einzeln oder in der Gruppe stattfinden. Ausgangspunkt ist immer ein konkretes Problem, das im beruflichen oder privaten Umfeld, aber immer im zwischenmenschlichen Bereich angesiedelt ist. In einer oder mehreren Sitzungen wird der Ist-Zustand professionell von außen beleuchtet und gleichzeitig objektiviert. Ab diesem Stadium ist es nun möglich, den Konflikt in homöopathisch verträgliche Dosen aufzusplitten und sich diesen Schritt für Schritt zu stellen.

„Supervision“ hat seinen Ursprung im Latein und meint wörtlich „Aufsicht“. Die Supervisorin oder der Supervisor ermöglichen also einen Blick auf die Konfliktsituation aus der Vogelperspektive und mit dem nötigen Abstand und moderiert im Idealfall lediglich die Lösungsfindung des Einzelnen oder die Lösungsalternativen der gesamten Gruppe.

Mediation 

Mediation ist hingegen gefragt, wenn die Lage an zwei oder mehreren Fronten bereits mehrfach eskaliert ist. Nicht umsonst weisen immer mehr Rechtsanwält*innen diese Zusatzqualifikation auf. Gerade bei Scheidungen mit Unterhalts- und Sorgerechtsstreitigkeiten kann das Platznehmen beider Parteien an einem Tisch und der Versuch einer gütlichen, außergerichtlichen Einigung von Vorteil sein.

Im Rahmen einer Mediation geht es also nicht nur um Beratung oder Konfliktlösung, es liegt so gut wie immer auch ein monetärer Streitwert auf dem Verhandlungstisch. Neben psychologischem Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl sind hier also auch das Einschätzen von Vermögenswerten und das Abwägen finanzieller Aspekte notwendige Voraussetzungen.

Business Coaching Definition

Beratung

Beratung erscheint vielen Klient*innen häufig als bequemste Variante, sich Hilfe zu holen. Auch wenn das Ziel eines Beratungsgesprächs immer ein Dialog sein sollte: Meist wollen die Hilfesuchenden am liebsten ein Quick-Fix, welches alle bestehenden Probleme in Luft auflöst. Wer die Beratung nicht gerade bei Harry Potter gebucht hat, wird demnach enttäuscht werden. Eine reine Beratung ist daher immer nur so gut, wie die Beratungsresistenz am anderen Ende gering ist.

Und wer bereits andere Blogartikel von mir gelesen hat weiß, dass ich den vehement den Grundsatz vertrete, dass Beratung nur mit integriertem Coaching nachhaltig erfolgreich sein kann, weil Beratungsergebnisse oder -vorschläge immer von Menschen umgesetzt werden, die wiederum ihre eigenen Muster, Trigger und Erfahrungen mit in den Prozess einbringen.

Training

Training kommt – wie Coaching – nicht umsonst aus der Welt der Sportmetaphern. Hier geht es um die Perfektionierung bestimmter Fähigkeiten und Skills. Sprach- und Sprechtraining etwa sollen die Kunst der Gesprächsführung verbessern. Aber auch mentale Stärke und Resilienz können trainiert werden. Hier liegt der Schlüssel des Erfolgs in der ständigen Wiederholung von Übungen. Theorie ist hier nur ein kleiner Teil des Gesamtbildes.

Trainer*innen haben ein festes Programm – meistens bestimmte Fähigkeiten, das sie an die Teilnehmenden vermitteln wollen. Trainings haben klare Skill-Ziele und bietet wenig Raum für menschliche Individualität.

Mentoring

Mentoring schließlich bedeutet Begleitung und Betreuung über eine längere Zeit hindurch. Im Gegensatz zum Coaching, welches projektbezogen und klar ergebnisorientiert arbeitet, basiert Mentoring auf dem Beleuchten und Gestalten von Beziehungen. Es ist daher langfristig ausgerichtet und soll Entwicklungen ermöglichen und letztendlich auch sichtbar machen.

Mentor*innen verfügen im Idealfall über eine starke Expertise. Beides geben sie an ihre Mentees weiter und helfen mit praktischer Erfahrung und erprobten Tipps. Sie geben weiter, was für sie gut funktioniert hat und begleiten Einsteiger*innen auf ihrem Weg. Es ist weniger die Aufgabe von Mentor*innen ihren Mentees zu helfen, ihren eigenen Weg zu finden, sondern eben ihre Berufs- und Lebenserfahrung zu teilen.

Wann ist Business Coaching sinnvoll?

Business Coaching stellt immer den Wunsch danach in den Vordergrund, nicht die Notwendigkeit. Ein Coaching zu „verordnen“ wie einen Aufenthalt in einer Reha-Klinik oder ein Medikament wird niemals zielführend sein. Ich kann niemanden auf Verordnung „irgendwohin coachen“ – Coaching setzt ein beidseitiges Commitment voraus.

Wichtig: Ein Business Coaching in Anspruch nehmen zu wollen ist kein Eingeständnis von Schwäche oder Versagen, im Gegenteil. Wer Hilfe in Anspruch nimmt, hat lediglich Optimierungspotenzial erkannt. Dies ist ein deutliches Zeichen von Intelligenz, aber auch für Sensibilität und Problemlösungskompetenz. Also Eigenschaften, die im Business definitiv über Erfolg oder Misserfolg entscheiden können. Die Arroganz, alles zu wissen, gepaart mit der Ignoranz der eigenen Schwachstellen und dem völligen Ausblenden der Realität unterscheidet schlechte Vorgesetzte von kompetenten. 

Der Wunsch nach Selbstoptimierung und einer Verbesserung des Ist-Zustandes hebt aber auch aus Vorgesetztenperspektive durchschnittliche Mitarbeiter*innen von potenziellen Durchstarter*innen ab. Selbst wenn der betrieblichen Fort- und Weiterbildung an sich wenig Aufmerksamkeit gezollt wird: Dem Wunsch nach einem Business Coaching sollte unbedingt entsprochen werden. Alle Beteiligten können hier nur gewinnen.

Vorgehen und Methoden: Wie funktioniert Business Coaching?

Der Bereich „Coaching“ kann als Sammelbegriff für psychologische Strategien gesehen werden. Der Coach geht dabei gemeinsam mit den Klient*innen – nach einer ausführlichen Zielklärung – Schritt für Schritt dem angestrebten Ziel entgegen. Zunutze machen sich moderne Coaching-Ansätze sowohl verschiedene Motivationstechniken als auch Erkenntnisse aus Psychologie, Hirnforschung und Verhaltenstherapie.

Das klingt sehr theoretisch und mag auf den ersten Blick auch ein wenig abschreckend wirken. Doch keine Sorge: Ein*e professionelle*r Business Coach versteht es perfekt, seine Klient*innen mental an die Hand zu nehmen. Aber bekanntlich beginnt ja auch der längste Weg mit einem einzigen Schritt.

Der Coachingprozess: 5 Schritte führen zum Erfolg

Was haben ein Business-Plan und ein Business Coaching-Plan gemeinsam? Sie stellen zum einen das Business in den Vordergrund. Dieser Punkt ist besonders wichtig, wenn es um persönliche Befindlichkeiten geht. Und um die geht es früher oder später immer. Die beiden Begriffe weisen aber auch schon darauf hin, dass jedem Projekt, das von Erfolg gekrönt sein soll, eine Strategie zugrunde liegen muss. Konkret nähert man sich im Business Coaching seinem Ziel in fünf Schritten:

Business Coaching - Der Coaching Prozess

1. Die Herausforderung annehmen

Coaching soll nicht das Problem in den Fokus rücken, sondern das Ziel. Statt „warum ist das so?“ interessiert hier eher „wie soll es sein?“. Oftmals steht eine berufliche Herausforderung an. Ängste und Zweifel sind dabei nicht nur ganz normal, im Gegenteil: Wer sich ohnehin für unfehlbar hält, wird gar nicht erstauf die Idee kommen, ein Coaching in Anspruch zu nehmen.

Der Wunsch, professioneller und wertschätzender im Umgang mit Mitarbeitenden, Kolleg*innen, Vorgesetzten und nicht zuletzt mit mir selbst zu sein, ist größer als die Angst vor dem Unbekannten. Ist dieser erste Schritt getan, kann die Reise beginnen.

2. Den persönlichen ROI definieren: Wo soll die Reise hingehen?

Die Betriebswirtschaft kennt eine Reihe von Kennzahlen, an denen Erfolg gemessen werden kann. Wie praktisch wäre es, wenn es eine solche auch für unser persönliches berufliches Vorankommen gäbe? Die gute Nachricht: Es ist alles eine Frage der Definition. Das persönliche Return on Investment legt also individuell fest, wann der Punkt erreicht ist, ab dem das Business Coaching sich wortwörtlich und im übertragenen Sinn bezahlt gemacht hat.

Steht berufliche Weiterentwicklung im Vordergrund, ist dieser Schritt leicht als getan zu erkennen. Verfolgt man hingegen einen ganzheitlichen Optimierungsansatz – etwa, im täglichen Umgang mit Vorgesetzten und Kolleg*innen – braucht es mehr als nur ein Wort, um „Erfolg“ zu definieren.

Wichtig: Scheitern ist keine Option, da es ein Scheitern auf dem Weg zur besten Version von uns selbst schlichtweg nicht gibt. Wenn wir manchmal nicht das bekommen, was wir möchten, dann nur aus einem einzigen Grund: Wir verdienen etwas Besseres.

Business Coaching Ablauf

3. Welche Wege führen zur Lösung?

Hier wird es zugegeben knifflig und manchmal sogar ein wenig unangenehm. Sich seinen Dämonen zu stellen ist jedoch unerlässlich für ein Leben auf der Überholspur. Schließlich hat es Gründe, weshalb wir uns für ein Business Coaching entschieden haben. Den Bedarf zu erkennen ist aber eben leider nur die halbe Miete.

Die oder der Business Coach ist hier nun am Zug. Gemeinsam werden Stärken und Schwächen analysiert und Verhaltensmuster und Glaubenssätze identifiziert, die uns im Arbeitsalltag eventuell im Weg stehen könnten. Den Expert*innen steht hier zwar eine Vielzahl an Instrumenten und wissenschaftlich fundierten Methoden zur Verfügung – nach dem Gießkannenprinzip angewandt werden können diese jedoch nicht.

Dieser Schritt ist mit Sicherheit der langwierigste und auch schwierigste. Allein gehen muss man ihn zum Glück jedoch nicht. Der Business Coach steht mit all seinem Wissen und all seinem Erfahrungsschatz aus der Praxis seinen Klient*innen zur Seite. Notfalls hat sie oder er sicher auch ein Taschentuch griffbereit.

4. Implementierung im Alltag: Innovation wird zu Routine

Dieser Punkt erinnert ein wenig an die Führerscheinprüfung. Der 3S-Blick ist uns allen sicher noch ein Begriff. Die Abkürzung steht für Spiegel-Spiegel-Schulter-Blick. An diesen galt es jedes Mal vor dem Losfahren, Abbiegen, Einordnen oder einem Spurwechsel zu denken. Neben der Bedienung des Fahrzeugs auch noch alles und alle anderen ständig im Blick zu haben, war schon eine Challenge für sich. Lange gedauert hat es rückblickend aber nicht, bis uns dieses Verhalten in Fleisch und Blut überging.

So ähnlich kann man sich die Umsetzung der Erkenntnisse und Aha-Erlebnisse aus dem Business Coaching für den Arbeitsalltag vorstellen. Am Anfang wird es – wie alles Neue – noch ungewohnt sein. Doch wo ein Wille ist, führt auch ein Weg vom innovativen Ansatz zur Alltagsroutine mit garantiertem Mehrwert. Dein*e Coach steht dir bei diesem Implementierungsprozess zur Seite, begleitet, motoviert und unterstützt dich.

5. Inventur: Wurde das Ziel erreicht?

Je nachdem, wie gut das angedachte Ziel sich definieren und messen lässt, kann diese Frage einfach und schnell (Karrieresprung, Jobwechsel) beantwortet werden. Oder aber es kristallisiert sich auch hier ein längerfristiges Beobachten der Situation heraus.

Wenn das Coaching im Hinblick auf eine Änderung des eigenen Verhaltens absolviert wurde, werden hier andere Parameter über Erfolg oder „Misserfolg“ entscheiden. Letzterer steht hier nicht umsonst in Anführungszeichen. Es gibt ihn im Business Coaching nämlich praktisch nicht. Manche Ziele dauern einfach länger, um erreicht zu werden. Die Devise lautet hier: Dran bleiben und nicht aufgeben! Business Coaching legt den Fokus auf Fortschritt, nicht auf Perfektion!

Wirkfaktoren im Coaching

Erfolgreiches Coaching zu erklären ist gar nicht so einfach. Wenn die Klient*innen zufrieden den letzten Termin verlassen und sich vollen Mutes in berufliches Neuland aufmachen oder hochmotiviert und gestärkt in ihren Arbeitsalltag zurückkehren, hat schon mal so einiges ganz gut funktioniert. Am Anfang des Coachings hat sich folgende Frage bewährt: „Was soll nach dem Coaching anders sein?“ Nach dem Coaching kann auf Basis dieser Frage reflektiert werden.

Warum aber wirkt Business Coaching? Es ist weder Zauberei noch Hexenwerk, das hier zum Tragen kommt. Vielmehr ist es eine Mischung verschiedener Disziplinen und Forschungserkenntnisse, die miteinander kombiniert werden. Dazu zählen:

  • Erkenntnisse aus Psychotherapie und Hirnforschung (Hypnose, NLP-Training)
  • das Prinzip der klientenzentrierten Beratung
  • allgemeine therapeutische Wirkprinzipen
  • Wertschätzung und emotionale Unterstützung durch den Coach
  • Ressourcenaktivierung (Hilfe zur Selbsthilfe)
  • Umsetzungsbegleitung: Gelerntes in die Arbeitspraxis integrieren
  • Prozessanalysen der verbalen und nonverbalen Interaktion
  • Zukunftsperspektiven erarbeiten

Das klingt so auf dem Papier sicher sehr theoretisch und vielleicht auch überfordernd. In der Praxis wird ein*e gute*r Coach immer dafür sorgen, dass die Klient*innen sich wohl fühlen und mit einem guten Gefühl nach Hause gehen.

Allerdings wird bei dieser Übersicht auch klar, dass ein Business Coaching kein Kaffeekränzchen mit Smalltalk ist. Jede ergebnisorientierte Form der Persönlichkeitsentwicklung und Weiterbildung ist mit Arbeit verbunden. Ähnlich einer anspruchsvollen Wanderung wird der Blick vom Gipfel aus jedoch unbezahlbar sein und für alle Anstrengungen entschädigen – versprochen!

Coaching als Instrument der Personalentwicklung

Viele Unternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt. Wer erfolgreich werden, sein und bleiben will, muss in die wichtigste Ressource seines Betriebsvermögens investieren: seine Mitarbeiter*innen.

Ungenütztes Potenzial zu vergeuden ist nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht eine Fehlentscheidung. Es führt auch immer häufiger dazu, dass fähige und langjährige Mitarbeiter*innen dem Betrieb irgendwann den Rücken kehren. Dem Schlagwort „Retention Management“ (Mitarbeiterbindung) kommt hier große Bedeutung zu.

Auf die zentrale Frage dabei, wie man qualifizierte und geschätzte Mitarbeiter*innen im Unternehmen halten kann, ist auch Business Coaching eine Antwort.

Führungskräfte-Coaching

Es ist traurig, aber leider wahr: Die Vorgesetzten fallen nicht als kompetente und umsichtige Chef*innen vom Himmel – auch Führen ist ein Beruf, den man erlernen muss und erlernen kann. In der Praxis hat man leider manchmal den Eindruck, dass hier gewinnt, wer sich am besten präsentieren und verkaufen kann. Kluge Vorgesetzte wissen, dass sie ihren Mitarbeiter*innen gegenüber eine Fürsorgepflicht haben, als Vorbild wirken und idealerweise selbst eine Coachingaufgabe haben.

Hinzu kommt noch „erschwerend“, dass es den dankbaren und gehorsamen Untergebenen von früher heute (gottseidank) nicht mehr gibt. Schlechte Entscheidungen werden in Echtzeit als solche enttarnt. Wer also leiten und führen will, muss die besten Voraussetzungen aber auch das Know-How dafür mitbringen.

Business Coaching kann Führungskräfte in den drei großen Bereichen unterstützen, aus deren Summe das wohl wichtigste Merkmal einer Führungspersönlichkeit entsteht: Integrität.

Führungserfolg

Hier unterscheidet man rationale und ideelle Ziele. Die rationalen beziehen sich auf alle strategischen betriebswirtschaftlichen Pläne, die erfolgreich umgesetzt werden sollen. Die ideellen oder emotionalen Meilensteine erfolgreicher Führung sind Respekt und Wertschätzung den Mitarbeiter*innen gegenüber und umgekehrt.

Kompetenzen

Die eigenen Stärken stärken steht eindeutig an vorderster Stelle eines Business Coaching. Hier kommt dem persönlichen Auftreten große Bedeutung zu. Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft entscheiden oft in den ersten Minuten eines Gesprächs über dessen Ausgang. Damit diese Übung tagtäglich aufs Neue gelingen kann, benötigen Führungskräfte echtes, authentisches Selbstvertrauen und natürlich ein hohes Maß an Eigenmotivation.

Persönlichkeit

Last but not least kommt dem Charakter und der Persönlichkeitsbildung große Bedeutung zu. Dies gilt für jeden zwischenmenschlichen Bereich. In der Unternehmensführung hängen an diesen beiden Faktoren aber Betriebserfolg, Arbeitsplätze und die Zukunft von oft zahlreichen Mitarbeiter*innen und deren Familien ab. Gleichzeitig sind diese beiden Punkte sicher am schwierigsten zu erarbeiten.

Die bereits erwähnte Vorbildwirkung sollte auf keinen Fall unterschätzt werden. Mangelnde Begeisterung für die eigene Arbeit, fehlende Motivation und ein schwacher Führungsstil sind vergleichbar mit Unsicherheit und Angst in der Savanne. Potenzielle Feinde können diese Schwachstellen förmlich riechen und zu ihrem Vorteil nutzen.

Die größte Gefahr bei Schwäche in der Führung ist das Ausbilden eines „Machtvakuums“, welches nie lange ungenutzt bleibt. Leider fühlen sich meistens die weniger Kompetenten aus der zweiten Reihe dazu berufen, hier einzuspringen. Mitarbeitende suchen sich andere Führungspersönlichkeiten außerhalb des eigenen Bereiches, denen sie folgen und dabei auch versuchen, andere aus dem Team mitzuziehen.

Mitarbeiter*innen-Coaching

Business Coaching Mitarbeiter-Coaching Führungskräfte-Coaching

Mindestens genauso wichtig wie das Coaching der Führungskräfte ist jenes ihrer Angestellten. Jeder Workflow ist nur so gut, wie das schwächste Glied in seiner Kette. Ähnlich einer Seilschaft am Berg sollte dies auch in der Arbeitswelt nicht unberücksichtigt bleiben.

Mitarbeiter*innen weiterzubilden, aufzubauen und ihnen berufliche Perspektiven für ihre Zukunft im Betrieb aufzuzeigen und zu ermöglichen, kann einen ungeahnten Mehrwert aus Potenzial, Motivation und Begeisterungsfähigkeit entfalten.

Langfristig ist der wichtigste Wertschöpfungsfaktor hierbei jedoch sicher auch die Loyalität, die zufriedene und glückliche Mitarbeiter*innen neben ihrer Arbeitsleistung mit in die Gesamtgleichung einbringen.

Typische Themen im Business Coaching

Das Prinzip eines Business Coachings legt den Fokus immer auf ein konkretes Ergebnis. Dieses kann objektiv messbar sein, aber auch ein rein subjektives, persönliches Vorankommen darstellen. Die gängigsten Einsatzmöglichkeiten für ein Business Coaching sind:

  • geplante berufliche Neuorientierung
  • Übernahme erster oder verantwortungsvollerer Führungsaufgaben
  • Führungsstil und Führungskompetenz
  • Selbstmanagement und Selbstoptimierung
  • Eigenmotivation und Mitarbeiter*innenmotivation
  • Kommunikationstraining
  • Zeitmanagement, Stressprophylaxe und Burnout-Prävention
  • Persönlichkeitsentwicklung
  • Selbstverwirklichung
  • Resilienz

Für wen eignet sich Business Coaching?

Business Coaching eignet sich für jede und jeden, die/der Optimierungsbedarf an sich selbst wahrnimmt und offen für Veränderungen ist. Der Wunsch nach einem Coaching muss von den Klient*innen selbst als solcher wahrgenommen werden. Ohne die Bereitschaft, an sich zu arbeiten und sich möglicherweise auch der einen oder anderen unangenehmen Wahrheit zu stellen, wird kein Coaching der Welt von Erfolg gekrönt sein.

Business Coaching für Frauen

Diesem Bereich kommt besondere Bedeutung zu. Die Zahl an weiblichen Führungskräften hat in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Dass diverse (Führungs-) Teams nachgewiesenermaßen erfolgreicher als homogene (männliche) Führungsteams sind, sollte mittlerweile überall angekommen sein. Leider ist es das nicht. Dem Vorwurf der „Quotenbeförderung“ sehen sich immer noch viele weibliche „Chefs“ gegenüber.

Die besonderen Herausforderungen für Frauen am Arbeitsplatz hören jedoch nicht beim Kampf gegen Vorurteile und Skepsis auf. Dem eigenen Führungsstil zu vertrauen und man selbst bleiben zu wollen sowie Leistung, (beruflichen) Purpose und Familie zu vereinbaren wird oft als rein weibliches Thema gesehen – auch wenn es ein menschliches ist. Das Rollenbild der Frau in der Arbeitswelt hat sich stark verändert und wird noch oft genug wahlweise als Bedrohung oder als „unangemessen“ gesehen. Es ist allerhöchste Zeit, damit aufzuräumen und Frauen in ihrer individuellen Rolle zu stärken. Manchmal gleicht das immer noch einem kräftezehrenden Kampf gegen Windmühlen. Aber auch um das eigene Selbstbewusstsein hervorzuheben und das oftmals vorhandene Bedürfnis nach Perfektion auf allen Ebenen richtig einzuordnen, kann ein Business Coaching unterstützen und das nötige Rüstzeug liefern.

Den richtigen Business Coach finden

Das Berufsbild „Coach“ hat sich in den letzten Jahren wahrlich inflationär ausgebreitet. Für Laien ist es daher schwer, vorab die Spreu vom Weizen zu trennen.

Worauf kommt es bei der Auswahl eines Business Coaches an?

Entscheidend für den Erfolg wird letztendlich nicht nur die formale Qualifikation des Coaches sein (z.B. eine von einem Coachingverband zertifizierte Ausbildung), sondern vor allem die zwischenmenschliche Komponente. Das Erstgespräch ist unverbindlich und wird von einigen Coaches auch kostenfrei angeboten. Hier entscheidet sich zumindest auf der persönlichen Ebene, ob die Chemie stimmt oder nicht.

Aber das Kennenlernen dient auch dazu, die Möglichkeiten auszuloten, die im konkreten Anlassfall gegeben sind. Ein seröser Coach wird auch Klient*innen ablehnen, wenn ihre Erwartungshaltung unrealistisch, das Coaching nicht erfolgversprechend ist oder eher die Hilfe eines Psychotherapeuten oder Psychologen gefragt ist.

Warum sollte ein Business Coach spezialisiert sein?

Ein Business Coaching ist immer ein Prozess, der ergebnisorientiert arbeitet. Je nachdem, wie dieses Ergebnis aussehen soll, kann nicht jeder Coach die oder der richtige für diese Aufgabe sein.

Welche Kompetenzen braucht ein Business Coach?

Neben einer langjährigen beruflichen Erfahrung in vorzugsweise verschiedenen Gebieten wird auch eine Ausbildung/Studium im Bereich Wirtschaft oder Psychologie als Basis von Nutzen sein. Diverse Zusatzausbildungen gewährleisten, dass der Coach selbst auch immer up to date ist.

Als Business Coach helfe ich dir, dein Feuer wieder zu entfachen

Ich heiße Claudia Bose, ich bin Betriebswirtin, Beraterin und Business Coach. Nach 25 Jahren in meinem Beruf in Konzernen und mittelständischen Unternehmen wurde der Ruf in mir immer lauter, dich als Business-Vertraute beim Aufbau und Wachstum deines Unternehmens zu unterstützen.

Meine Aufgabe ist es, dein eigenes Feuer oder auch das deiner Mitarbeiter*nnen (wieder) zu entfachen. Im Business Coaching biete ich dir oder euch den geschützten Raum, den es braucht. Und mit den richtigen Fragen und passenden Methoden begleite ich euch individuell und verlässlich ein Stück auf eurem Weg.

DU BIST KEINE EXOTIN, NUR WEIL DU EIN UNTERNEHMEN FÜHRST.

Jede Frau kann erfolgreich ein Unternehmen führen. Nutze deine Facetten für dein Unternehmen.

Hier erfährst du mehr zu mir.

Business Coaching in Hamburg und Umgebung

Ich lebe und arbeite als Business Coach in Hamburg. Mein Büro befindet sich direkt in der schönen Hamburger Innenstadt. Dadurch sind meine Räumlichkeiten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, aber auch Parkmöglichkeiten finden sich in unmittelbarer Umgebung meist sehr gut.

Durch die Autobahnen A1, der A7, A23 und A24 sowie die Ring- und Bundesstraßen in Hamburg ist man mit dem Auto schnell vor Ort und auch die Zuganbindung ermöglicht ein schnelles und einfach Anreisen.

Da meine Arbeit jedoch immer individuell und auf dich, dein Team und dein Unternehmen zugeschnitten ist, kann das Business Coaching in Hamburg in meinen Räumlichkeiten, aber auch in anderen Locations in Hamburg stattfinden. Außerdem ist es möglich, das Business Coaching in einem Radius von max. 80 Kilometern um Hamburg in deinen Räumlichkeiten oder alternativ per Skype oder Zoom durchzuführen.

Bei Interesse schreibe mir gerne über das Kontaktformular oder buche direkt ein erstes, unverbindliches und kostenloses Kennenlerngespräch:

Fazit zum Thema Business Coaching

Business Coaching ist ein längerfristiges, begleitendes Maßnahmenpaket aus verschiedenen Instrumenten, welches professionelle Unterstützung für sämtliche Bereiche der Arbeitswelt anbietet. Business Coaching richtet sich an Führungskräfte ebenso wie an Mitarbeiter*innen, die sich festigen oder weiterentwickeln möchten. Es kann daher bei einer Vielzahl von beruflichen Herausforderungen und geplanten Karriereschritten eingesetzt werden. Die Klient*innen werden motiviert und trainiert, ihr gesamtes Potenzial auszuschöpfen und zur persönlichen Bestform im Job zu gelangen.

Auch wenn mit Methoden aus den Bereichen Psychologie und Psychotherapie gearbeitet wird, ist ein Coaching nicht mit einer Therapie oder Beratung zu verwechseln. Die Entwicklungsschritte werden gemeinsam erarbeitet, was nicht nur Zeit braucht, sondern vor allem auch die unbedingte Bereitschaft der Klient*innen, ihre Ziele erreichen zu wollen.

Business Coaching FAQ

Bildquellen

2 Kommentare zu „Business Coaching – Definition, Ablauf u.v.m. – Alles was du dazu wissen musst“

  1. Gut zu wissen, dass beim Business Coaching vorrangig auf berufliche Herausforderungen, die Unternehmensentwicklung und die möglichen oder geplanten nächsten Schritten auf der Karriereleiter eingegangen wird. Mein Onkel möchte ein eigenes Unternehmen gründen. Er hofft, dass ihm das Business Coaching insbesondere bei den damit einhergehenden beruflichen Herausforderungen hilft.

    1. Hallo Thomas, viel Glück und Erfolg für deinen Onkel. Er soll sich Zeit lassen bei der Suche nach einem Business Coach – bei dieser gemeinsamen und intensiven Arbeit muss auch die zwischenmenschliche Chemie passen und er sollte sich wirklich verstanden fühlen. 😉
      Beste Grüße, Claudia

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